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Solanum tuberosum esculentum

Schön, dass du da bist,

„Solanum tuberosum esculentum.“ Bitte was? „Solanum tuberosum esculentum“ als ich vorsichtig meine Augen öffne, schaue ich in ein kleines freches grünes Gesicht ganz dicht vor mir. So dicht, dass die Nasenspitze dieses Gesichts fast schon mein Auge berühren kann. „Solanum tuberosum esculentum!“ wiederholt - diesmal etwas bestimmter. 
Na, wer weckt mich da so früh? Na klar, Grinchi, der kleine grüne Künstler - oder sollte ich sagen, der kleine grüne Poltergeist? „Verhext du mich gerade?“ frage ich. Dabei befürchte ich schon, dass er wohl die ganze Nacht gepottert hat - also Harry Potter gelesen hat.  „Aber nein,“ amüsiert er sich, „das ist doch kein Zauberspruch. Wobei es schon witzig wäre, wenn du heute morgen als Kartoffel aufgewacht wärst...“ lacht der kleine Frühaufsteher. 
Was Grinchi da nämlich so fasziniert wiederholt und was sich tatsächlich wie ein Zauberspruch anhört, ist in Wirklichkeit der wissenschaftliche Name von Pommes oder Fritten. Genauer gesagt, d…
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Doodle-Bäume

Schön, dass du da bist,
Ein großer alter Baum ist wie ein guter Freund. Jedes Mal, wenn du zum Kindergarten oder zur Schule gehst wartet er schon auf dich - immer am selben Treffpunkt. Bestimmt freut er sich über den neuen Morgen, die angenehme kühle frische Luft und wünscht dir einen schönen Tag. Manche Bäume werden sehr, sehr alt. Sie stehen dann über Jahre und Jahrhunderte, manchmal Jahrtausende an ein und derselben Stelle. Was meinst du, was dir so ein alter Baum, der vielleicht in der Mitte eines großen Dorfplatzes fest verwurzelt steht, so alles erzählen könnte. Er könnte dir erzählen, wie dein Papa als kleiner Junge das erste Mal seine Rollschuhe angeschnallt hat und sich dabei sein Knie aufgeschlagen hat. Er würde dir berichten, wie deine Oma, als sie noch ein kleines Kind war, das Fahrradfahren gelernt hat und dabei noch kräftig angeschoben werden musste. Und würde sich lachend erinnern, wie dein Uropa seinem besten Freund ständig Streiche gespielt hat. Die Fichte "Alt Tji…

Drachensteingeologe werden

Schön, dass du da bist,
hat dir der dritte Teil der Abenteuergeschichte Die Heimlichdrachen (Spotify und Anchorim Podcast gefallen? Schade, dass Oma Emmi Yelda und Kalle schon wieder beim Lesen im Drachenbuch gestört hat. Immerhin konnten sie noch hinter das Geheimnis der Drachennächte kommen. Da bleibt aber noch die Frage, was hat Kalle in seiner Hand vor seiner Oma versteckt? Glaubst du es könnte ein Drachenstein sein? Und wenn es ein Drachenstein ist, wie könnte dieser wohl aussehen? Besonders groß ist er dann wahrscheinlich nicht. Ich kann kaum erwarten, wie es wohl weiter geht nächste Woche. Du auch? Damit mir die Zeit bis dahin nicht so lange vorkommt, habe ich mir überlegt, genau wie Yelda und Kalle nach Drachensteinen zu suchen. Machst du mit?
Leider habe ich keine Oma, die Emmi heißt, und dazu noch einen Schuppen mit einer geheimnisvollen Kiste darin hat. Aber das ist nicht schlimm, denn ich bin mir sicher, Drachensteine gibt es überall - wenn man nur gut genug nach ihnen sucht…

Schneckenschwünge

Schön, dass du da bist, mit einem Schneckenschwung zeichnen wir uns heute in den Sonntag. Erinnerst du dich an das Zeichenyoga aus der ersten Heimlichdrachen Woche? Heute lade ich dich ein, mit mir Schneckenschwünge zu zeichnen. Du wirst sehen, hast du einmal den dreh raus, machen sie wirklich Spaß und gleichzeitig kannst du ein gutes Gefühl für deine Hand, für deinen Arm und für deine Stifte bekommen. Du lernst dabei außerdem eine andere Art und Weise kennen, deinen Stift zu halten. 
Du brauchst heute: Buntstifte undPapier, ich nehme ganz einfaches Druckerpapier.Alles bereit? Na dann kann es auch schon losgehen. Suche dir einen gemütlichen Ort, an dem du gut sitzen kannst. Lege dein Papier gut erreichbar vor dich auf einen festen Untergrund und deine Stifte direkt daneben. Suche dir nun einen Stift aus - vielleicht in deiner Lieblingsfarbe - und lege ihn vor dich auf das Blattpapier. Jetzt hältst du deine flache Hand über den Stift, etwa in der Mitte seiner Länge, und greifst ihn. Und zw…

Stop-Motion-Zauber

Schön, dass du da bist,


Was wäre, wenn deine Farben leben würden? Ich meine so richtig. Wenn sie sich bewegen könnten. Morgens wenn dich die Sonne weckt, weil sie so schön hell in dein Zimmer scheint und die ersten Vögel draußen ihr Lied zwitschern. Dann würdest du aus deiner Schultasche, deinen Schubladen, Kisten und Kästen ein knistern und klappern hören. Leises Tuscheln, genüssliches Gähnen, heimliches Kichern und lautes Lachen. Du würdest dich vielleicht fragen: "Was haben die kleinen Monster wohl heute wieder angestellt?" Oder: "Ob sie mir wohl wieder ein so schönen Guten Morgen Gruß gezaubert haben?"  Nachdem du dich noch einmal ordentlich gereckt und gestreckt hättest und deinen großen Zeh schon einmal testweise unter deiner Decke hervorschauen ließest, würdest du ganz leise aufstehen. Die Vorhänge öffnen und zu deinen Stiften und Farben schleichen. Denn bestimmt wären sie genauso schreckhaft wie frech.
Was wäre, ja was wäre wenn?
Vor langer, langer Zeit - 1861 …

One Minute Sculpture

Schön, dass du da bist!
Hast du dich eigentlich schon mal mit deinen Füßen in einen Eimer gestellt und dir ein Küchensieb auf den Kopf gelegt? Hast du schon einmal mit deinen Geschwistern oder Freunden in einem Pullover gesteckt? Jeder in einem Ärmel? Hast du schon einmal einen Schuh zwischen deiner Stirn und einer Wand balanciert? Oder wie ein Bär getanzt?
Nein! „Alles Quatsch!?“ Im Gegenteil, alles Kunst! Diese Form der Kunst ist bekannt als ONE MINUTE SCULPTURES und wird in Museen und Ausstellungen gezeigt. Der Künstler Erwin Wurm fordert so die Besucherinnen und Besucher auf, selbst zu einem Kunstwerk, einer Skulptur für eine Minute zu werden. Zu einer ONE MINUTE SCULPTURE.
Damit auch jeder weiß, wie er zu einer Skulptur von Erwin Wurm wird, hinterlässt er den Ausstelungsbesuchern eine kleine Notitz, eine Zeichnung, damit sie wissen, was sie zu tun haben. Erwin Wurm fordert seiner Besucher auf, selbst aktiv zu werden. Er lädt sie ein, verschiedene Materialien kennenzulernen und einma…

Ein kleiner Wanderer

Schön, dass du da bist,


ich habe eine kleine Geschichte für dich, ich bin gespannt, ob du errätst, um wen es in dieser Geschichte geht: Es ist die Geschichte eines kleinen Wanderers. Jedes Jahr im Frühling, wenn das Gras auf der Wiese wieder anfängt zu wachsen, erwacht der kleine Wanderer aus seinem Winterschlaf. Dann räkelt er sich ganz genüßlich, er reckt und streckt sich und breitet sich auf dem schönen grünen Grasteppich aus. Die Sonne ist dem kleinen Wanderer die Liebste. Er liebt sie so sehr, dass er sie den ganzen Tag anschauen möchte. Wenn du den kleinen Wanderer entdeckst, dann wirst du merken, sein Gesicht ist ihr immer zugewandt und schaut sie an. Der kleine Wanderer vor meiner Haustür, hat eine lange Familiengeschichte. Seine Vorfahren sind einst aus dem mediterranen Raum - so nennt man die Regionen rund um das Mittelmeer - bis hoch in den Norden gewandert. Hast du schon eine Idee, wer der kleine Wanderer sein könnte? Ich gebe dir noch ein paar Hinweise: sein Gesicht ist leuc…